Die systematische Auswertung von Wohnungsinseraten und die gezielte Information von Vermieterinnen und Vermietern über mietrechtliche Grenzen sind aus Sicht des Vereins ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Mieterinnen und Mietern in einem angespannten Wohnungsmarkt.
„Die Ergebnisse der Pilotphase zeigen deutlich, wie notwendig dieses Instrument ist. Wenn rund 40 Prozent der untersuchten Inserate auffällig sind, dann handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem“, erklärt Astrid Nembach, Geschäftsführerin des DMB Mieterschutzverein Frankfurt am Main e.V. „Gerade Wohnungssuchende stehen häufig unter großem Druck und unterschreiben Mietverträge, ohne ihre Rechte genau zu kennen. Der Mietenmonitor setzt genau hier an und stärkt den Verbraucherschutz.“
Besonders positiv bewertet der Mieterschutzverein den präventiven Ansatz des Projekts, Vermieterinnen und Vermietern über den qualifizierten Frankfurter Mietspiegel zu informieren.
„Der Frankfurter Mietspiegel ist ein zentrales Instrument für faire Mieten. Dass die Stadt ihn aktiv zur Grundlage ihrer Auswertungen macht und nun auch mit Postwurf-Aktionen bekannter machen will, ist ausdrücklich zu begrüßen“, so Nembach weiter. „Viele Konflikte ließen sich vermeiden, wenn die geltenden Regeln von Anfang an eingehalten würden.“
Der Mieterschutzverein Frankfurt sieht im Mietenmonitor ein wichtiges Signal an den Wohnungsmarkt: Überhöhte Mieten dürfen kein Kavaliersdelikt sein. Gleichzeitig betont der Verein, dass es neben Information und Transparenz auch weiterhin konsequente rechtliche Schritte gegen Mietpreisüberhöhung und Verstöße gegen die Mietpreisbremse brauche.
Der Mieterschutzverein Frankfurt bietet betroffenen Mieterinnen und Mietern Beratung und Unterstützung an und empfiehlt Wohnungssuchenden, angebotene Mieten konsequent mit dem Frankfurter Mietspiegel zu vergleichen.