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Frankfurt, den 23.10.2018

Irreführende Mieterhöhungen bei großer Hausverwaltung

Erneut liegen dem DMB Mieterschutzverein Frankfurt am Main e.V. zahlreiche Fälle von fehlerhaften Mieterhöhungsverlangen der bundesweit tätigen Immobilienverwaltung CAPERA vor. In den vorliegenden Fällen hat die CAPERA Mieterhöhungsschreiben verschickt, die sich nur vermeintlich auf den Mietspiegel Frankfurt beziehen. Die Immobilienverwaltung, die rund 20.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten verwaltet, führt in diesen Mieterhöhungsverlangen mietpreiserhöhende Merkmale auf, die im Mietspiegel Frankfurt gar nicht oder in völlig anderer Form aufgeführt sind. "Die CAPERA legt ihren Mietern gewissermaßen einen selbstgebastelten, manipulierten Mietspiegel vor", ärgert sich Rolf Janßen, Geschäftsführer vom DMB Mieterschutzverein Frankfurt am Main e.V.
"Der vorgelegte Textauszug aus dem Mietspiegel sieht auf den ersten Blick echt aus. Dies gilt umso mehr, da die vorgelegte 'Berechnung' optisch einem Internetmietspiegelrechner nachempfunden ist. Wir haben die große Befürchtung, dass die allermeisten Mieter auf diese irreführenden Mieterhöhungsverlangen hereinfallen und auch unberechtigten Mieterhöhungen zustimmen werden. Daher raten wir allen Mietern, deren Wohnungen von der CAPERA verwaltet werden, Mieterhöhungsverlangen überprüfen zu lassen", so Rolf Janßen.

Bereits in den Jahren 2017 und 2016 hatte die CAPERA fehlerhafte Mieterhöhungsverlangen verschickt. Diese erweckten ebenfalls auf den ersten Blick den Anschein ordnungsgemäßer Berechnungen der Miethöhe. So nannte CAPERA zwar einen Betrag als ortsübliche Vergleichsmiete, legte aber nicht offen, wie sich dieser Betrag zusammensetzte. In anderen Fällen wurde die Mieterhöhung lediglich mit drei Vergleichswohnungen begründet, ohne Bezug auf den Mietspiegel Frankfurt zu nehmen. Der DMB Mieterschutzverein Frankfurt warnt davor, einem Mieterhöhungsverlangen vorschnell zuzustimmen. Hat der Mieter der Mieterhöhung zugestimmt, so muss er die erhöhte Miete in der Regel auch dann zahlen, wenn die Mieterhöhung unrechtmäßig war.

Pressekontakt

Astrid Nembach, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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