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Frankfurt, den 24.05.2019

Platensiedlung: Die Kehrseite der Nachverdichtung

Durch die Aufstockung von Wohnungen in der Platensiedlung in Frankfurt / Ginnheim werden viele neue Wohnungen geschaffen. Dies ist begrüßenswert und stellt einen wichtigen Beitrag zur Schaffung neuer bezahlbarer Wohnungen dar. Es macht jedoch einen ganz erheblichen Unterschied, ob neue Wohnungen auf der "grünen Wiese" nebenan errichtet werden oder aber auf bereits von Bestandsmietern bewohnten Häusern.

"Bei aller Anerkennung für diese baulichen Maßnahmen darf keinesfalls außer Acht gelassen werden, dass die Durchführung der Aufstockung in vielen Fällen zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Bestandsmieter führt", sagt Rolf Janßen, Geschäftsführer des DMB Mieterschutzverein Frankfurt am Main e.V. Es handelt sich hierbei auch nicht lediglich um Unannehmlichkeiten, welche mit jeder baulichen Maßnahme einhergehen, sondern oftmals um unzumutbare Belastungen. So müssen z.B. im Zuge der baulichen Maßnahmen die Waschmaschinen und Wäschetrockner der Mieter eingelagert werden. Als Ersatz stellt die FAAG Waschcontainer zur Verfügung. Um diese nutzen zu können, müssen die Mieter mit ihrer Wäsche jedoch oftmals weite Wege über zum Teil unwegsames Baustellengelände zurücklegen. Darüber hinaus müssen sich drei Mieterhaushalte eine Waschmaschine und einen Wäschetrockner teilen.
Die FAAG wurde vom DMB Mieterschutzverein Frankfurt am Main e.V. aufgefordert, für die betroffenen Mieter Waschcontainer unmittelbar vor den Wohnhäuser aufzustellen.

"Bei Nachverdichtungs- und Aufstockungsmaßnahmen muss daher mehr als bisher darauf geachtet werden, die betroffenen Mieter nicht unverhältnismäßig zu belasten. Das alltägliche Leben darf nicht mehr als nötig erschwert werden", fordert Rolf Janßen. "Die Schaffung neuer Wohnungen darf nicht auf dem Rücken anderer Mieter ausgetragen werden".

Pressekontakt
Astrid Nembach, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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