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Frankfurt, den 24.03.2020

Fairer Interessensausgleich zwischen Mietern und Vermietern notwendig

"Dies sind keine Zeiten der Auseinandersetzung, sondern der gemeinsamen Verantwortung. Da Vermieter und Mieter wegen finanzieller Einbußen gleichermaßen in eine finanzielle Schieflage geraten können, schlagen die Spitzenverbände, wie der Bundesverband Deutsche Wohnungs- und Immobilienunternehmen und der Deutsche Mieterbund, die umgehende Einrichtung eines ,Sicher-Wohnen-Fonds' vor, um den Fortbestand der Mietverhältnisse für Vermieter und Mieter zu sichern", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Jürgen H. Conzelmann, Vorstandsvorsitzender Haus + Grund Frankfurt am Main, und Rolf Janßen, Geschäftsführer DMB Mieterschutzverein Frankfurt am Main e.V.

Dieser an die Bundesregierung gerichteten Forderung schließe man sich "uneingeschränkt" an: "Schnelle staatliche, unbürokratische Unterstützung ist für Vermieter und für in Not geratene Mieter dringend notwendig. Denn aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation darf unter keinen Umständen der Verlust einer Wohnung drohen." "Das Mietrecht bietet dafür keine Lösung, denn so würde finanzielle Not nur von einer Person zur nächsten verlagert. Je länger die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie aber andauern, desto mehr muss ein fairer Interessenausgleich zwischen Mietern und Vermietern gewahrt sein", erklärt Conzelmann. Er fordert eine staatliche Wohnkostengarantie, die allen selbstnutzenden Eigentümern die Zahlung anstehender Wohnkosten und allen Mietern die Zahlung anstehender Mieten sichert. "Dafür braucht es eine verbesserte Auszahlung von Wohngeld als Lasten- und Mietzuschuss sowie die Zahlung der Kosten der Unterkunft direkt an die Eigentümer", sind sich Conzelmann und Rolf Janßen einig."Ganz wichtig ist, dass Mieter den Kontakt zu ihrem Vermieter suchen, wenn sie die Miete vorübergehend nicht zahlen können", so Janßen.

Die Frankfurter Geschäftsstellen des Deutschen Mieterbundes und von Haus & Grund sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen aber weiterhin zu den bekannten Geschäftsöffnungszeiten den Mitgliedern der Vereine für die telefonische Rechtsberatung und für schriftliche Anfragen zur Verfügung.

Pressekontakt

Astrid Nembach, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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