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Frankfurt, den 23.03.2011

Betriebskostenspiegel

Der Deutsche Mieterbund (DMB) hat auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2009 den aktuellen Betriebskostenspiegel veröffentlicht. Demnach zahlen Mieter in Deutschland durchschnittlich 2,19 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten zusammen, kann die so genannte zweite Miete bis zu 2,94 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung mussten bei Anfallen aller Kosten 2822,40 Euro im Jahr 2009 nur an Betriebskosten aufgebracht werden.
Nachdem im Abrechnungsjahr 2008 die Kosten noch um 19 Prozent gestiegen waren, fielen die Heizkosten im Abrechnungsjahr 2009 um durchschnittlich 7 Prozent, die Kosten für Warmwasser sogar um 11 Prozent. Trotz geringfügig kälterer Durchschnittstemperaturen ist 2009 der Energieverbrauch um etwa 2 Prozent zurückgegangen. Energetische Modernisierungen vieler Vermieter, aber auch sparsameres Heizverhalten der Mieterinnen und Mieter sind hierfür die Gründe. Hauptursache für die niedrigeren Heizkosten 2009 war aber die Entwicklung der Energiepreise. Heizöl war 30,7 Prozent preiswerter als 2008, und die Gaspreise lagen im Durchschnitt 1,5 Prozent tiefer. Nur die Kosten für Fernwärme stiegen um 4 Prozent an. Das bedeutet, je nach Energieträger mussten stark unterschiedliche Heizkosten gezahlt werden.
Der DMB rechnet damit, dass im Jahr 2010 vielfach mit deutlich höheren Heizkosten gerechnet werden muss. Zum einen waren die Wintermonate 2010 drastisch kälter als der Winter 2009. Folge war ein spürbarer Anstieg des Energieverbrauchs im Jahr 2010 um rund 4 Prozent. Zum anderen sind 2010 die Ölpreise um 22,6 Prozent gestiegen. Die Kosten für Gas fielen dagegen um 8,6 Prozent, und auch die Kosten für Fernwärme sanken um 8,4 Prozent.
Die kalten Betriebskosten, wie Grundsteuer, Wasser, Abwasser, Aufzug, Straßenreinigung, Müllbeseitigung, Gebäudereinigung, Gartenpflege, Allgemeinstrom, Schornsteinreinigung, Versicherung, Hauswart, Antenne/Kabel oder Sonstiges, sind 2009 „durch die Bank“ teurer geworden. Allerdings ist im Bundesdurchschnitt keine dieser Kostenpositionen sprunghaft gestiegen. Vor Ort, das heißt in einzelnen Städten und Gemeinden, kann es aber zu deutlichen Preisschwankungen gekommen sein. In der Prognose für 2010 werden auch die kalten Betriebskosten weiter steigen. Kosten für Wasser sind um 1,6 Prozent, für Abwasser sogar um 2,7 Prozent gestiegen. Strom wurde um 3,2 Prozent teurer, und Hausmeisterarbeiten, Gebäudereinigung oder sonstige Dienstleistungen rund um die Wohnung sind um 1,6 Prozent gestiegen.
Klicken Sie hier zur Ansicht des aktuellen Betriebskostenspiegels.
Mehr zum Thema erfahren Sie auch in der Pressemitteilung des Deutschen Mieterbundes.

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