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LG Frankfurt/Main, Urt. v. 7.9.1999 – 2/11 S 135/99, WuM 1999, 576


Leitsatz
Der Mieter hat Anspruch auf Übersendung von Kopien der Belege zur Betriebskostenabrechnung nur dann, wenn ihm die Einsichtnahme beim Vermieter nicht zumutbar ist.

Anmerkung
Ebenso BGH, Urt. v. 8.3.2006 – VIII ZR 78/05, WuM 2006, 200, unter Hinweis auf die vorgenannte Entscheidung. Ein Anspruch ergibt sich auch nicht daraus, dass der Vermieter zuvor aus Gefälligkeit Belege übersandt hat (BGH, Urt. v. 13.9.2006 – VIII ZR 71/06, WuM 2006, 618).

Nimmt der Mieter beim Vermieter Einsicht in die Belege, so darf er sie auch abschreiben, kopieren oder fotografieren (AG Frankfurt/Main, Urt. v. 1.9.2011 – 33 C 2215/11 (52), unveröffentlicht).

Ein Anspruch auf Übersendung von Belegkopien kann nach Treu und Glauben aber z.B. dann bestehen, wenn der Mieter in eine andere Stadt oder ins Ausland verzogen ist und ihm deshalb eine Einsichtnahme in die Belege am Ort der Mietsache nicht zumutbar ist (BGH, Beschl. v. 19.1.2010 – VIII ZR 83/09, WuM 2010, 296). Das Gleiche kann gelten, wenn der Mieter in fortgeschrittenem Alter und sehbehindert ist (AG Dortmund, Urt. v. 12.10.2011 – 411 C 3364/11, WuM 2011, 631).


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